Räucherlachs, Eiweiss, Kiwi, Trockenäpfel mit Frischkäse
Zutaten:
3 Eiweiss/Eiklar
Butter zum Anbraten
1 dünne Scheibe Räucherlachs
2 Kiwis
15 Schnitze Trockenäpfel
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Die Kiwis stammen nicht etwa aus Neuseeland oder China, nein – sie werden hier in der Nachbarschaft geerntet. Ein Hobbygärtner pflegt diese ausdauernde, verholzte, lianenartig wachsende, sommergrüne Schlingpflanze mit so viel Liebe, dass sie von Jahr zu Jahr mehr Früchte bringt. Mittlerweile sind es schon so viel, dass er die überschüssigen Kiwis auf dem Markt verkauft. Die Früchte sind zur Erntezeit im Oktober allerdings noch so hart, dass sie erst nach einem Monat Lagerung gegessen werden können. Das Warten lohnt sich, denn sie schmecken dann hervorragend. Räucherlachs und Fruchtsäure harmonieren gut zusammen, ein paar Trockenäpfel unterstützen diesen Geschmack. Das übrig gebliebene Eiweiss schmeckt eher neutral und „streckt“den Brotaufstrich.
Zubereitung:
Die Scheibe Räucherlachs schneide ich in dünne Streifen, und zwar gegen die Faser, damit er schön zart bleibt. Die drei – vom Vortag übrig gebliebenen – Eiweisse brate ich mit etwas Butter von einer Seite an, lege die Lachsstreifen hinein, wende die Eier mit dem festgeklebten Fisch und brate auch diese Seite goldgelb, wie auf dem oberen Foto zu sehen ist. Die Kiwis verarbeite ich erst zu Scheiben, dann zu Streifen und – noch einmal geschnitten – zu Würfeln. Die Trockenäpfel zerschneide ich mit der Haushaltsschere in kleine Stücke. Den abgekühlten Lachs-Eiweiss-Fladen schneide ich in fingerlange, dünne Streifen und mische sie zusammen mit den Trockenapfelstücken, den Kiwiwürfeln und dem Frischkäse. Diese Mischung ergibt einen fruchtig-rauchig-fischigen Geschmack.
Im Nachhinein:
Es dauert etwas, bis das Lachs-Eiweiss gebraten, abgekühlt und zerschnitten ist. Die Kiwis erweisen sich im halbgeschälten Zustand als rutschig. Ausserdem muss ich aufpassen, damit die stachlige, behaarte Fruchtschale nicht mit in den Brotaufstrich kommen. Wenn die im Hals stecken bleibt, wirkt es vielleicht nur auf andere lustig.
Es schmeckt gut – trotzdem würde ich dieses Rezept verändern. Mir fehlt etwas Festes zum Draufbeissen, denn alle Zutaten haben sich als Halbfest und dadurch im Zusammenspiel ein bisschen langweilig erwiesen. Vielleicht würde ich statt der Trockenäpfel Radieschen nehmen, das knackt so schön.
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